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Katschbergtunnel

Übungsbericht: Gemäß dem Strassentunnelsicherheitsgesetz muss alle vier Jahre eine „Großübung“ im Tunnel abgehalten werden. An einem Freitagabend war es nun wieder soweit. Für die Übung verantwortlich zeichneten sich in diesem Jahr unsere Kameraden aus Rennweg (Kärnten), welche ein sehr gutes Übungsszenario ausarbeiteten. Übungsannahme war diesmal, dass ein in Richtung Salzburg fahrender LKW-Zug ins Schleudern geriet und quer zur Fahrbahn zum Stillstand kam. In weiterer Folge begann das Fahrzeug zu brennen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung kam es im Nachfolgeverkehr zu einem Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen, wobei 15 Personen eingeklemmt wurden.

Die Alarmierung erfolgte per Funk durch die LAWZ Salzburg und wir rückten gemäß dem „SAP-Katschbergtunnel“ aus. Aufgrund der Lagemeldung wurde auf die Alarmstufe 2 erhöht. Am Nordportal blieben die Fahrzeuge VRF, RLF und TLF stehen und die Mannschaft rüstete sich geschlossen mit den AS-Geräten aus (18 Mann). Da im Tunneleinsatz das Meldewesen bzw. die Kommunikation nach draußen eine der wichtigsten Komponenten ist, haben wir uns entschlossen, dass vom VRF zwei Mann, je einer ins RLF und TLF wechselte. Diese hatten rein die Aufgabe als Melder für dieses Fahrzeug zu fungieren. Diese Vorgangsweise stellte sich als richtig und auch praktikabel heraus. Die jeweiligen Fahrzeuge fuhren dann in die Röhre Villach (rauchfrei) ein. VRF und RLF hatten den Auftrag die Brandbekämpfung und Menschenrettung von Süden her, gemeinsam mit den Kräften aus Kärnten, durchzuführen. Da sich der Brand bzw. Unfall zwischen zwei GQ´s ereignete und sich noch ein Rückstau gebildet hatte, war ein direktes Zufahren zur Unfallstelle unserer Fahrzeuge nicht möglich. Somit mussten sämtliche Gerätschaften (hydr. Rettungsgerät, Kabeltrommeln, Schlauchmaterial usw.) zu Fuß von der Röhre Villach in die Röhre Salzburg über die Querschläge transportiert werden. Das TLF hatte den Auftrag die Brandbekämpfung von Norden her durchzuführen und wechselte bei einem geeigneten Querschlag die Röhre und fuhr dann entgegen der Fahrtrichtung in die verrauchte Röhre ein. Hier wurden 2 C-Rohre zur Brandbekämpfung in Stellung gebracht. Währenddessen baute Bus St. Michael am Nordportal und in weiterer Folge mit dem Kommando Lungau den Meldekopf für das Nordportal auf. Neben dem Tunnelfunk wurde auch das im Tunnel vorhandene Betriebstelefon in das Meldewesen komplett mit eingebunden, welches sich als zusätzliche Ebene zur Kontaktaufnahme als äußerst sinnvoll erwies. Von den nachrückenden Kräften wurden inzwischen die nötigen AS-Reserven gebildet, bzw. wurde mit dem Absuchen nach vermissten Personen in den Notrufnischen und Querschlägen begonnen.

Nach der erfolgreichen Brandbekämpfung bzw. Menschenrettung konnte die Übung alles in allem wirklich positiv abgeschlossen werden. Es stellte sich aber heraus, dass trotz der vorhandenen Querschläge ziemlich lange Wegstrecken für die AS-Träger zu überwinden sind, wenn sich so wie bei dieser Übung der Unfall bzw. das Brandereignis auf so einer ungünstigen Stelle ereignet. Somit ist die Kräfteeinteilung / Fitness der AS-Träger bzw. das Bilden von Reserven eines der wichtigsten Dinge im Tunneleinsatz.

 

 

Übungsort: A10 - Katschbergtunnel
Übungsdatum: 27.09.2013
Übungsbeginn: 20:00 Uhr
Übungsende: 24:00 Uhr
Alarmstufe: 2 für St. Michael
Übungsleiter: HBI Pfeifenberger Markus für St. Michael
Mannschaft: 58 (Bezirk Lungau) und BFK Lungau
Mannschaft: 75 (Bezirk Spittal)

Eingesetzte Fahrzeuge: (Bezirk Lungau)

  • FF St. Michael / Hauptwache:             Voraus / Tank / Rüstlösch / Atemschutz Lungau / Bus / Lüfter Lungau
  • FF St. Michael / LZ Oberweißburg:        Pumpe / Bus
  • FF St. Michael / LZ St. Martin:               Pumpe / Bus
  • FF Ramingstein:                                    Kommando Lungau

 

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